Wie Hornhaut entsteht
Hornhaut bildet sich als Reaktion auf wiederkehrenden Druck oder Reibung, etwa durch Schuhwerk, Fußfehlstellungen oder langes Stehen. Die Haut verdickt sich an belasteten Stellen, um sich selbst zu schützen. In einem gewissen Maß ist das normal, wird die Schicht jedoch zu dick, verliert die Haut an Elastizität und kann einreißen.
Besonders an den Fersen entstehen dadurch häufig Schrunden, also tiefere Risse, die schmerzhaft sein und sich entzünden können, wenn sie unbehandelt bleiben.
Behandlung in der podologischen Praxis
In der Praxis wird verdickte Hornhaut mit sterilen Instrumenten schichtweise und schmerzarm abgetragen. Dabei wird darauf geachtet, die schützende Hautschicht nicht vollständig zu entfernen, da ein gewisser Schutz weiterhin sinnvoll ist. Im Anschluss werden rückfettende Pflegeprodukte aufgetragen, um die Haut geschmeidig zu halten.
Bei bereits bestehenden Schrunden kann eine unterstützende Versorgung sinnvoll sein, damit die Haut in Ruhe abheilen kann, ohne dass sich die Risse bei Belastung weiter öffnen.
Pflege zwischen den Terminen
Regelmäßiges Eincremen mit harnstoffhaltigen Produkten hält die Hornhaut geschmeidig und beugt neuer Rissbildung vor. Bimsstein oder feine Feilen können zwischen den Terminen ergänzend genutzt werden, sollten aber nicht zu aggressiv eingesetzt werden. Passendes, nicht drückendes Schuhwerk reduziert zusätzlich die mechanische Belastung der Fersen.
Wann fachliche Hilfe sinnvoll ist
Bei tiefen, schmerzhaften oder blutenden Schrunden, insbesondere bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen, sollte fachliche Unterstützung gesucht werden. Auch wiederkehrende, hartnäckige Hornhautbildung trotz regelmäßiger Pflege ist ein guter Anlass für eine podologische Beratung, um mögliche Ursachen wie Fußfehlstellungen zu erkennen.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Ist Hornhautentfernung schmerzhaft?
Bei fachgerechter Durchführung ist die Behandlung in der Regel schmerzarm, da nur die überschüssige Hornhautschicht entfernt wird.
Wie oft sollte Hornhaut behandelt werden?
Das hängt von der individuellen Neigung ab, häufig ist ein Abstand von vier bis acht Wochen sinnvoll.
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